1. Geltungsbereich & Vertragspartner
Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen gelten für alle Verträge über die Nutzung der Plattform Requesthub, betrieben von der Stack7 GmbH, Metzer Straße 14, 44137 Dortmund (nachfolgend „Stack7 GmbH").
Vertragspartner sind Stack7 GmbH (Softwarehersteller) und der Anwender (Betreiber).
Die vollständigen Registerangaben (Handelsregister, Registernummer) findest du im Impressum.
Der Vertrag richtet sich ausschließlich an Unternehmer:innen im Sinne des § 14 BGB. Ein Verbraucher-Widerrufsrecht besteht nicht.
Die Darstellung der Plattform und der Preise auf der Website ist kein bindendes Angebot, sondern eine Aufforderung zur Bestellung. Mit dem Absenden der Online-Bestellung oder der Übermittlung des unterschriebenen Auftragsformulars gibt der Anwender ein verbindliches Angebot auf Abschluss des Vertrags ab. Der Vertrag kommt zustande, wenn Stack7 GmbH die Bestellung in Textform bestätigt (Auftragsbestätigung per E-Mail) oder mit der Bereitstellung der Leistung beginnt.
Vertragssprache ist Deutsch. Stack7 GmbH speichert den Vertragsinhalt und stellt dem Anwender mit der Auftragsbestätigung die Bestelldaten sowie einen Abruf-Link zum Auftrag samt der bei Vertragsschluss geltenden Fassung der Vertragsdokumente in speicherbarer Form zur Verfügung.
2. Leistungsbeschreibung
Requesthub stellt eine Online-Plattform zur Verwaltung von Anfragen und Buchungen von Dienstleistungen bereit. Der konkrete Funktionsumfang und die gebuchten Module ergeben sich aus der jeweils gültigen Leistungsbeschreibung und Preisliste (abrufbar unter requesthub.de/preise) sowie dem Auftrag des Anwenders.
3. Lizenz & Nutzungsrechte
Der Anwender erhält ein nicht-exklusives, nicht-übertragbares Nutzungsrecht an der Plattform, befristet auf die Vertragsdauer. Die Nutzung ist ausschließlich für eigene geschäftliche Zwecke zulässig.
Eine Rückentwicklung (Reverse Engineering) der Software ist unzulässig. Eine Überlassung an Dritte bedarf der vorherigen Zustimmung von Stack7 GmbH.
4. Pflichten des Kunden
- Die Daten des Business-Profils sind vollständig und korrekt zu halten.
- Zugriff ist nur berechtigten Mitarbeitenden und Endkund:innen zu gewähren.
- Zugangsdaten und API-Keys sind sicher zu verwahren.
5. Preise & Zahlung
5.1 SaaS-Gebühr (Anwender an Stack7 GmbH)
Der Anwender (Betreiber) zahlt die SaaS-Gebühr an Stack7 GmbH gemäß der bei Vertragsschluss vereinbarten Preisliste. Die Abrechnung erfolgt je nach gewähltem Modell monatlich oder jährlich per SEPA-Lastschrift, alternativ über den Zahlungsdienstleister Stripe. Bis zur Einrichtung des SEPA-Lastschriftmandats kann Stack7 GmbH per Rechnung (Überweisung) abrechnen.
Monatliche Gebühren sind zum 1. des Monats fällig. Ein Jahresabo ist im Voraus zu zahlen und nicht erstattungsfähig.
SEPA-Lastschriften kündigt Stack7 GmbH per Vorabankündigung (Pre-Notification) an; die Frist für die Vorabankündigung wird auf 5 Kalendertage vor Fälligkeit verkürzt.
Bei Zahlungsverzug gelten die gesetzlichen Verzugsregeln. Stack7 GmbH kann den Zugang nach Ablauf einer 14-tägigen Nachfrist sperren.
5.2 Endkundenzahlungen (Endkund:innen an den Betreiber)
Zahlungen der Endkund:innen an den Betreiber laufen über dessen eigene Zahlungskonten (z. B. PayPal, Mollie). Requesthub stellt hierfür nur die technische Anbindung und Statusrückmeldung bereit und wickelt keine Endkundenzahlungen auf eigene Rechnung ab.
5.3 Preisanpassung
Stack7 GmbH ist berechtigt, die Preise höchstens einmal pro Vertragsjahr mit Wirkung für die Zukunft anzupassen, um gestiegenen Kosten (insbesondere Personal-, Infrastruktur- und Lizenzkosten sowie der allgemeinen Preisentwicklung) Rechnung zu tragen. Eine Erhöhung ist auf höchstens 5 % gegenüber dem zuletzt geltenden Preis begrenzt und wird dem Anwender mindestens sechs Wochen vor ihrem Wirksamwerden in Textform angekündigt.
Beim Jahresabo wird eine Preisanpassung frühestens zum Beginn der jeweils nächsten Verlängerungsperiode wirksam. Ist die ordentliche Kündigung zum Zeitpunkt der Ankündigung nicht mehr fristgerecht möglich, kann der Anwender den Vertrag außerordentlich in Textform zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens der Erhöhung kündigen; hierauf wird in der Ankündigung gesondert hingewiesen. Kündigt der Anwender nicht, gilt der angepasste Preis ab dem angekündigten Zeitpunkt.
6. Vertragslaufzeit & Kündigung
Das Monatsabo läuft unbegrenzt und ist mit einer Frist von einem Monat zum Monatsende kündbar.
Das Jahresabo hat eine Mindestlaufzeit von 12 Monaten und verlängert sich automatisch um jeweils 12 Monate, sofern es nicht mit einer Frist von drei Monaten zum Laufzeitende gekündigt wird.
Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt.
7. Betrieb & Verfügbarkeit
Der Betrieb erfolgt auf Cloud-Infrastruktur (Google Firebase). Es gelten die Service Levels gemäß SLA (Verfügbarkeit, Ausnahmen und Service-Gutschriften).
Geplante Wartungsfenster werden mit einem Vorlauf von mindestens 48 Stunden angekündigt.
8. Support & Wartung
Die Supportzeiten sind Mo–Fr von 12–16 Uhr (Europe/Berlin) per E-Mail an [email protected]. Incidents werden nach Schweregrad bearbeitet.
Updates und Patches sind ohne zusätzliche Lizenzgebühr enthalten. Neue Features und Erweiterungen können gegebenenfalls gegen Aufpreis bereitgestellt werden.
Stack7 GmbH darf zur Fehleranalyse auf Systeme und Datenbanken zugreifen, im Rahmen des Supports und unter Beachtung des AV-Vertrags.
9. Datensicherung & Datenhoheit
Der Anwender bleibt Verantwortlicher für die gespeicherten Daten. Es werden tägliche Backups erstellt und mindestens 14 Tage aufbewahrt.
Nach Vertragsende wird auf Wunsch ein Datenexport in einem gängigen Format bereitgestellt.
10. Subunternehmer
Stack7 GmbH setzt Dienstleister gemäß der Subprozessor-Liste im AV-Vertrag ein.
11. Haftung & Gewährleistung
Stack7 GmbH haftet uneingeschränkt für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit. Bei leichter Fahrlässigkeit haftet Stack7 GmbH nur für die Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten), und zwar begrenzt auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden.
Die vorstehenden Haftungsbeschränkungen gelten nicht für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit sowie für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit und für Ansprüche nach dem Produkthaftungsgesetz.
Da Software as a Service (SaaS) mietrechtlich einzuordnen ist, wird die verschuldensunabhängige Haftung für anfängliche Mängel nach § 536a Abs. 1 Alt. 1 BGB ausgeschlossen, soweit dies gesetzlich zulässig ist.
Im Übrigen gelten die gesetzlichen Gewährleistungsregelungen.
12. Vertraulichkeit
Beide Parteien behandeln geschäftliche und technische Informationen, die ihnen im Rahmen der Vertragsbeziehung bekannt werden, vertraulich.
13. Datenschutz
Die Verarbeitung von Kundendaten erfolgt gemäß gesondertem AV-Vertrag. Für die Google-Cloud- und Firebase-Dienste besteht ein Auftragsverarbeitungs-Addendum mit Google.
Weitere Informationen enthält die Datenschutzerklärung der Plattform.
14. Schlussbestimmungen
Vertragsbestandteile sind der Auftrag (einschließlich Auftragsbestätigung), diese AGB, das SLA und der AV-Vertrag — bei Widersprüchen in dieser Rangfolge. Maßgeblich ist jeweils die bei Vertragsschluss geltende Fassung.
Änderungen und Ergänzungen dieses Vertrags bedürfen der Textform.
Gerichtsstand ist, soweit zulässig, Dortmund. Es gilt deutsches Recht.
Sollte eine Bestimmung dieser Bedingungen unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen davon unberührt. An die Stelle der unwirksamen Bestimmung tritt eine Regelung, die dem wirtschaftlichen Zweck der unwirksamen Bestimmung möglichst nahekommt.